Kindertheater während der Corona-Krise

Liebe VeranstalterInnen

Schön, dass Sie sich als auch in dieser besonderen Zeit für mein Theater interessieren.
Bzgl. eventueller Terminvereinbarungen möchte ich gerne Folgendes anmerken:

Kindertheater-Aufführungen konnten während der Corona-Krise (außerhalb der Lockdowns) unter Einhaltung der Abstandregeln stattfinden.
Dennoch wurden teilweise Auftritts-Termine frühzeitig abgesagt bzw. verlegt, in der Annahme, die sog. außerunterrichtlichen Veranstaltungen würden behördlich untersagt werden.

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Hierauf habe ich mich an das Kultusministerium BW gewandt, mit der Bitte, die Verordnungen mit konkreten Angaben bzgl. kultureller Veranstaltungen für Kindergarten- und Schulkinder zu ergänzen.
Ein Konzept für die praktische Durchführung von Veranstaltungen mit gleichzeitiger Minimierung des Infektionsrisikos unter den Klassen oder Kindergruppen hatte ich hierfür vorgeschlagen.
Kultusministerin Frau Dr. Susanne Eisenmann hat daraufhin freundlicherweise persönlich geantwortet. Sie schreibt u. a.:
"... Die Kultusverwaltung macht den Schulen keine Vorgaben zur konkreten Durchführung von außerunterrichtlichen Veranstaltungen, vielmehr entscheiden die Schulen im Rahmen der Regelungen der entsprechenden Verwaltungsvorschrift, sowie derzeit auch nach Maßgabe der Corona-Verordnungslage selbstständig über die konkrete Durchführung von außerunterrichtlichen Veranstaltungen. ...

... lch hoffe, dass die dargelegten Maßnahmen lhrer Arbeit wieder geeignete Spielräume verschaffen, und wünsche lhnen in diesen schwierigen Zeiten viel Erfolg bei der Durchführung von Theaterprojekten.
Mit freundlichen Grüßen Ihre Dr. Susanne Eisenmann"

Den vollständigen Brief vom Kultusministerium können Sie hier lesen. (Klick)

Kindertheater-Veranstaltungen sind somit auch innerhalb einer Corona-Krise möglich, wenn die aktuellen Verordnungen bzgl. des Gesundheitsschutzes eigenständig beachtet werden.

Die Ministerin schreibt: "Die lebendige Kinder- und Jugendtheaterarbeit wird von Schulen, Lehrkräften und der Kultusverwaltung sehr wertgeschätzt und rezeptive Theatererlebnisse sind ein wichtiger Teil der kulturellen Bildung von Kindern und Jugendlichen."

Auch im Hinblick auf die neueren Erkenntnisse, dass Kinder kaum für eine Verbreitung eines Virus beitragen, bitte ich Sie, an die bildungsrelevanten Gründe zu denken, die für den Besuch geeigneter Kindertheatervorstellungen sprechen.
 
Sehen Sie hierzu meine Zusammenfassung "Wozu Kindertheater" (Klick).

Tanz-Projekt während und nach der Corona-Krise

Der Impuls für eine pädagogische Arbeit kam durch die Auswirkungen der Corona-Maßnahmen auf das Wohl der Kinder im Grundschulalter.
Mögliche Defizite sind z. B.:
- weniger reale physische Kontakte unter den Kindern, eingeschränkte visuelle Kommunikation (Mimik) durch das Tragen von Masken.
=> Das Erlernen kognitiver und bewegungsintensiver Fähigkeiten im Kontakt mit anderen wurde eingeschränkt.
- Die Kinder reagieren ihrem Charakter entsprechend verstärkt empfindlicher.
- Die zusätzliche Belastung vieler Eltern durch Home-Office, Teilzeit-Arbeit oder Arbeitslosigkeit müssen die Kinder zuhause wesentlich mittragen.

Es geht auch um den Kontakt der Kinder untereinander. Wurde während der Krise aufgrund einer eventuellen Ansteckungsgefahr das Abstandhalten eingeübt, so können hier die Kinder sich wieder in behutsamer Art und Weise einander nähern.
=> Bei einer weiteren Verpflichtung zur Einhaltung von Abstandsregeln werden Sensibilisierungsübungen angeboten, die die Kinder trotz eines physischen Abstands in einen seelischen Kontakt kommen lassen.

Sollten die behördlich angeordneten Maßnahmen am ursprünglich vereinbarten Aufführungs- bzw. Projekt-Tag eine Durchführung der Veranstaltung verhindern, dann wird der Termin einfach in den nächst möglichen Zeitraum verlegt.

Sie können gerne mit mir über die Umsetzung einer Theater-Veranstaltung bzw. eines Tanz-Projektes sprechen.

Es grüßt Sie herzlich - Matthias Störr

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